Polygon: Bedrohung als Berufsrisiko?

Ich habe einige Zeit über folgenden Artikel nachgedacht: When abuse becomes the cost of doing Business – The violence of modern gaming ‘fans’
Die Quintessenz des Artikels: Es gehört mittlerweile zum Berufsbild des Game Designers, nicht nur online beschimpft, sondern offen bedroht zu werden, und zwar sowohl Entwickler selbst, als auch deren Familien.
Ich kann mich noch an meine wilde Shadowrun-Zeit erinnern, in denen ich durch meine Präsenz sowohl online als auch auf Conventions eine zentrale Position zwischen Fandom und Verlag gespielt habe, auch wenn diese Position nicht immer eine vermittelnd-neutrale war. Nun war und ist das P&P-Fandom weitaus kleiner als das Fandom bei Computerspielen, aber es kamen über die Jahre hinweg sicher auch ein Dutzend Drohungen mit körperlicher Gewalt, Anwalt und Polizei etc. pp. dabei herum, und das eben meist nicht von hormonüberforderten Teenies, sondern auch von Herrschaften, bei denen man erwarten sollte, dass das Alter eine gewisse Weisheit zutage gefördert hätte. In den letzten Jahren scheint das jedoch deutlich abgenommen zu haben. Selbst als DSA5 heraus kam, habe ich kaum direkte Anfeindungen erlebt.Die wenigen, üblichen Verdächtigen waren da eher passiv-aggressiv. Und auch hier im Eisparadies musste ich nur einen Kommentar wegen wüsten Beleidigungen löschen.
Zugegeben, mittlerweile bin ich bei dem Thema ja recht fein raus, denn seien wir ehrlich: Wer könnte schon etwas Schlechtes über Katzen sagen?
Daher die Frage, speziell an die, die aktuell tiefer in der Materie stecken als ich: Gibt es dieses Problem im P&P-Bereich (noch)? Bei Illustratoren, Autoren oder Redakteuren? Oder ist der P&P-Bereich was das angeht das gelobte Land?

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5 Antworten zu Polygon: Bedrohung als Berufsrisiko?

  1. FRAZ schreibt:

    „Wer könnte schon etwas Schlechtes über Katzen sagen?“
    Alter, wir haben fünf Kotz-Kack-Katzen und ich könnte dir Geschichten erzählen…

    Aber hat das kommentieren nicht generell etwas nachgelassen?

    • Jan schreibt:

      Wenn ich mir die Kommentare hier so angucke, dann ist das ein eindeutiges „Ja“ 😀

      • eismann2060 schreibt:

        Es könnte auch für die geringe Reichweite des Blogs sprechen 😉
        Ich hab nochmal drüber nachgedacht, ob ich tatsächlich mal nicht online sondern real angegangen worden bin, und tatsächlich ist mir das vor ein paar Jahren auf der Spielemesse passiert. Da hatte ich zwei ausgesprochen aggressive Herrschaften im Gespräch, denen irgendwelche Regeldetails nicht gepasst haben. Ich hatte ein wenig den Eindruck, dass das Gespräch nur knapp an Handgreiflichkeiten vorbei geschliddert ist.

      • Jan schreibt:

        Krass… Gibt schon wirklich merkwürdige Dinge auf dieser Welt.

        Na ja, über rsp-blogs sollte die Reichweite eigentlich okay sein. Also halt so gut oder schlecht, wie sie für Rollenspielblogs eben ist… 😉

      • eismann2060 schreibt:

        Wenn es um DSA ginge, wäre die Reichweite deutlich größer. Aber so isses halt.

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