Was vom Jahr übrig blieb: Events, DSK und Diss

So, die Wintersonnenwende haben wir hinter uns, ein guter Zeitpunkt auf das Jahr zurückzublicken. Grundsätzlich bin ich persönlich zufrieden, während ich bei der politischen Lage die Hände über den Kopf zusammenschlage. Aber man kann halt nicht alles haben. Schauen wir mal, was spielerisch so los war.

1. Events
Ich versuche jedes Semester eine Veranstaltung für die Studenten zu organisieren, die in meinem Themenbereich liegt und von denen sie, so hoffe ich zumindest, auch was haben. Dieses Jahr hat das gleich mehrfach gut funktioniert. Den Anfang gleich im Januar hat Markus Plötz gemacht mit dem Vortrag Transmediale Strategien im Spielemarkt, der ausgesprochen interessant war. Da das so gut geklappt hat, habe ich meine Verbindungen aus RPC-Zeiten reaktiviert und eine ganze Vortragsreihe mit Referenten aus unterschiedlichen „Nerd“-Bereichen zum Themenfeld Visualisierung und Narration in wechselnden Medien auf die Beine gestellt, was bei den Studenten recht gute Resonanz erzeugt hat. Thematisch war die Reihe an ein Forschungsprojekt zu dynamischem Storytelling angegliedert, um da gleich ein paar Synergien mitnehmen zu können.
Zu guter Letzt haben die Fachschaftsräte der Fachbereiche Informatik und Intermedia Design der Hochschule Trier es ermöglicht einen Game Jam für Rollen- und Brettspiele zu veranstalten, in meiner kleinen Welt meine persönliche Rollenspiel-Entwicklerparty. Neben rund 20 Studenten hatte ich auch zwei Berater vor Ort: Einerseits Steffen Rühl von den Würfelwerfern, ein echter Veteran, wenn es um digitale wie auch analoge Spiele geht, und andererseits Michael Mingers, den stellvertretenden Verlagsleiter von Ulisses Spiele, den der eine oder andere auch vom Dorp Podcast kennen dürfte. Kurz, es war einiges los an der Hochschule Trier, was Spieleentwicklung angeht. Kein Wunder, ist sie doch der größte Ausbildungsstandort für Spieleentwickler in Deutschland. Ich werde da denke ich demnächst nochmal etwas mehr ins Detail gehen, was wir da schönes getrieben haben.

2. DSK
Tja, was soll ich sagen. Die schwarze Katze wächst zwar als System leise vor sich hin, aber nicht in der Geschwindigkeit, die ich mir wünschen würde. Ich hatte mir vorgenommen, freiwerdende Zeit in dieses Projekt umzuleiten, aber dafür müsste erst einmal Zeit freiwerden. Und da fangen die Probleme an. Nichtsdestotrotz habe ich mir vorgenommen, bis Ende der Winterferien das System zu einer testfähigen Alphaversion fertig zu kriegen, damit die ersten externen Tests laufen können. Viel ist da eigentlich nicht mehr zu machen, aber wie immer steckt der Teufel (und die Arbeit) im Detail. Ich bin immer noch davon überrascht, wie eine typische „Wär mal witzig, wenn“-Idee solchen Umfang annehmen konnte. Wenn das mal mit allem so ginge, Ideen habe ich noch ein paar auf Halde.
Ansonsten war ich dieses Jahr u.a. auf der CaveCon, der RatCon, der FeenCon und der DreieichCon, um ein paar Testrunden für DSK zu leiten (es erinnerte ein wenig an die gloriosen FanPro-Zeiten), hauptsächlich um zu sehen, wie das Konzept angenommen wird und wie die Spieler Katzen“helden“ in der Praxis am Spieltisch wirklich umsetzen. Der Grundtenor scheint bisher „verspielt, aber krampig“ zu lauten. Katzen halt.

3. Diss
Meine Dissertation nimmt so langsam Formen an. Ich weiß jetzt ziemlich genau wo ich hin will, die ersten Texte sind geschrieben, und einzig beim Volumen mache ich mir ein wenig Sorgen. Bei der Kernfrage wird noch hart gerungen, aber ich bin da zumindest mit mir selbst im Reinen, was ich will und wie ich das umzusetzen gedenke. Als Testballon habe ich dazu mal die Texte Platons nach Fragmenten über die Wirkungsweise von Spielen durchforstet und bin recht reichhaltig fündig geworden. Und nach dem ersten Überfliegen dürfte auch Aristoteles da einiges zu bieten haben. Mit den beiden bin ich dann später bei der Betrachtung der Theorien zur Wirkung von Spielen im Mittelalter auf der sicheren Seite, denn am Ende landet man ideengeschichtlich eh entweder bei dem einen oder dem anderen.

Von daher lässt es sich zusammenfassen mit: Läuft. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Dinge in den nächsten Monaten entwickeln werden.

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