DSA5 vs. DSK

Es gibt für mich einen bemerkenswerten Unterschied zwischen DSA5 und DSK. Bei DSA5 war ich am Ende doch irgendwo froh, als es endlich fertig war. Und auch wenn ich mit den Regeln zufrieden bin und während der Entwicklung eine Menge gelernt habe, war es nie wirklich „meins“. Möglicherweise, weil ich nur Teile hinzugefügt habe, vielleicht aufgrund der Designvorgaben, oder auch wegen der toxischen Ecken des Fandoms, die zu der Zeit fröhlich am Brodeln waren. Darauf gebe ich zwar recht wenig, aber irgendwas bleibt halt doch hängen. Daher hielt sich meine Vorfreude auf die Veröffentlichung auch halbwegs in Grenzen und danach gleich ins Kompendium einzusteigen fiel mir sehr schwer. Daher war ich auch ganz froh neue Aufgaben an der Hochschule Trier gefunden zu haben.

Bei Die Schwarze Katze ist das anders. Auch wenn das Crowdfunding durch ist und alles schon im Druck ist oder gerade reingeht, bastel ich weiter an Regelerweiterungen und baue Konzepte für andere DSK-Bände. Nicht, weil ich es müsste oder dafür auch nur ein klarer Auftrag vorliegt, sondern weil es einfach Spaß macht. Generierungsregeln für Katzen in DSA5? Warum nicht? Praioskinder mit Ahnengaben? Kann man machen. Nicht, weil es in irgendwelche Produkte muss, sondern weil es geht und ich sehen will, wie es funktioniert.

Daher freue ich mich so unendlich mehr darauf, die fertigen Bücher in Händen halten zu können. DSK hat da einfach einen anderen Stellenwert. DSK ist „meins“. Natürlich haben auch andere beigetragen, wie Carolina Möbis (Havenahintergrundbeschreibung) und Ingelis Wipfelder (Professions- und Kreaturenbeschreibungen), von Nadine Schäkel ganz abgesehen, die als Redakteurin/Art Directorin wunderbare Arbeit geleistet hat. Am Ende fühlt es sich aber eben wie „meins“ an, wie etwas, in das ich alles gesteckt habe und das genauso geworden ist, wie ich es möchte. Kaum Kompromisse, kaum Vorgaben, alles so, wie ich es für einen guten Plan halte, von der ersten Projektskizze bis zum letzten Korrekturdurchlauf.

Vielleicht mach ich die Tage mal ein Post Mortem zu DSK.

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3 Antworten zu DSA5 vs. DSK

  1. Krassling schreibt:

    Post Mortem? Das klingt so, als wäre DSK schon tot. Ich hoffe doch, dass dem nicht so ist. Als ich das erste mal vom „Katzen in Aventurien“-Spiel hörte war ich sehr skeptisch. Das erinnerte mich immer an den „Katzen im Weltall“ Gag aus dem Eskapodcast. Nachdem ich kürzlich aber einen Blick auf DSK werfen konnte, hat mich die Ausführung doch ziemlich begeistert. Ich würde mir mehr solcher Projekte wünschen und weniger von denen, die dir anscheinend nicht so viel Spaß gemacht haben.

  2. Pingback: Hintergründe zu DSK im Eisparadies – Nuntiovolo.de

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