Was vom Jahr übrig blieb: There and back again

There …
Das Jahresende nähert sich, und so wird es mal wieder Zeit für ein kleines Fazit.
Je älter ich werde, desto öfter überrascht es mich in der Rückschau, wo ich im Vergleich zu Monaten und Jahren gelandet bin. Anfang dieses Jahres war ich noch bin Berlin und lebte, wenn auch nicht ganz planmäßig, den Hipstertraum: Hinterhausdachwohnung im Prenzlauer Berg und beruflich „was mit Medien“, und das gleich doppelt. Aber ohne auf die Details eingehen zu wollen, manchmal treiben einen die eigenen Prinzipien zu Dingen, die man selbst nicht erwartet hätte. Was wiederum nicht so tragisch war, denn Berlin und ich… das wäre auf Dauer vermutlich nicht gut gegangen. Vielleicht bin ich da einfach zu provinziell für. Alleine Morgens am Alex auf der überfüllten Rolltreppe zur S-Bahn stehen… nicht mein Ding. Trotzdem schade, irgendwie.

… and back againDSA-Baustelle
Der Vorteil der Sache war jedoch, dass ich mich wieder voll auf Das schwarze Auge konzentrieren konnte. Das Beta-Regelwerk hat sich als solide Arbeitsgrundlage entpuppt, auch wenn es allein für sich stehend noch etwas holprig lief. Die Arbeit an der schlussendlichen, in vielen Bereichen komplett überarbeiteten und modifzierten Version macht mir fast infantile Freude. Zunehmend freue ich mich darauf, DSA5 auf Volllast und mit allem und Pommes dazu spielen zu können. Das Regeldesign ist für mich ausgesprochen lehrreich, sowohl was das rein mechanische angeht, aber besonders auch bei Punkten wie der Spielpsychologie. Nicht immer so erfreulich sind manche Reaktionen, die sich ab und an in ihrem Ton und manchmal auch ihrer offenen Aggressivität jenseits meines im Fanpro-Forum gestählten Toleranzbereiches bewegen. Aber das sind zum Glück nur Einzelfälle.

Nebenher sind dieses Jahr noch ein paar kleinere BeiOrden_und_Bündnisseträge im Band Orden und Bündnisse erschienen. Es handelt sich um den Drei-Schwestern-Orden, den Widderorden und einen guten Teil der horasischen Logen inklusive dem Logengenerator, auf den ich wegen der akkumulativen W20er schon ein klein wenig stolz bin. Ich habe mich etwas schwer getan mit dem Drei-Schwestern-Orden, nicht zuletzt weil es etwas schwierig auszumachen ist, was genau der da eigentlich treibt, aber ich denke am Ende ist es ganz rund geworden. Vielleicht schreibe ich da später nochmal was zu.
Auch wenn der Band nicht schlecht ist, hat mich natürlich die Veröffentlichung von Firuns Flüstern deutlich mehr gefreut. Kein Wunder, es ist eine Monographie. Die Texte hatte ich zwar schon vor über firuns-fluestern-covereinem Jahr abgegeben, daher würde das eher ins Jahr 2013 fallen, aber wenn man das Buch erstmal in Händen hält, ist das schon eine tolle Sache. Mir ist zwar bekannt, dass einige mit Firuns Flüstern nicht ganz warm geworden sind (no pun intended), aber ich mag das Abenteuer. Orks sind halt am Ende doch die geilsten.
Die einzigen Arbeiten an dem Band 2014 waren die letzten Illubeschreibungen, die für mich als zeichnerisch Herausgefordertem schon etwas aufwändiger waren. Ein Beispiel für meine Bemühungen, einen eher komplexen Bodenplan mit Paint zu basteln sieht man hier. Hat am Ende tatsächlich so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe.
Wer ein wenig Forenarchäologie betreibt, kann übrigens im alten Ulisses-Forum die ersten Skizzen der Kampagne finden. Tjaja, damals…

Jenseits der Donnerkuppel
Wenn auch etwas langsam schiebt sich auf die Promotion endlich in die Startlöcher, und ich hatte schon fast nicht mehr daran geglaubt, Studium und Beruf darin unter einen Hut bekommen zu können: Serious Games vor 100 Jahren und heute, das hat so hoffe ich einiges an Potential. Ich denke ich werde die Feiertage nutzen, um dafür das Expose in Stellung zu bringen.

Zu guter Letzt genieße ich das Unterrichten, zuerst in Berlin, wenn dort auch nur in überschaubarer Dosis, und aktuell an der MDH. Dieses Semester fällt Rollenspiel als Thema raus, auch wenn ich persönlich Tischrollenspiel für eines der besten Übungsgelände überhaupt halte. Auch das verdient eigentlich einen eigenen kleinen Eintrag, bei näherer Betrachtung.
Stattdessen ist Visualisierung historischer Epochen angesagt. Es ist für meinen Geschmack an vielen Stellen zu oberflächlich, aber da murrt wohl nur der Historiker in mir. Zwischen Theorie und Praxis, zwischen Überblick und Einzelthemenfokussierung pendelt das Seminar hoffentlich in so weit hin und her, dass es alle wichtigen Aspekte mitnimmt.

Von daher: Es war ein spannendes Jahr, ein auf und ab, mit Plottwists, die in einer Story keiner für glaubwürdig halten würde. Und ja, es war ein gutes Jahr.

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