Was vom Tage… also… vom Jahr übrig blieb

Während ich post-weihnachtlich (was nicht nur im Klang „post-apokalyptisch“ ähnelt) meine Wohnung aufräume, wird es nebenher auch mal Zeit ein Jahresendfazit zu ziehen:

Neben der zu meiner eigenen Überraschung ungemein unterhaltsamen Lehrtätigkeit an der Mediadesign Hochschule in Düsseldorf war ich natürlich auch wieder im Rollenspielbereich fleißig. Fertig bekommen habe ich dieses Jahr „Die reisende Kaiserin“, also den Quellenband zum Reisekaisertum Rohajas, bei dem ich besonders gespannt bin, wie final der Titel aussehen soll. Ich bin zudem guten Mutes, dass mein lieber Redakteur ein Auge darauf hat, dass der doch sehr komplexe Metaplot des Mittelreiches so pfleglich in den Band integriert wird, wie er es verdient hat und wie ich es vermutlich nie leisten könnte. An die Kunden ging zudem „Familienbande“ raus, das so wie es aussieht ganz gute Kritiken bekommen hat, was einen natürlich schon sehr freut. Außerdem in den Läden ist „Auf gemeinsamen Pfaden“, bei dem ich die Beilunker Reiter, den Orden des heiligen Hüters und den Bund des roten Salamanders beigesteuert habe. Es war zwar primär Recherchearbeit, aber es war trotzdem spannend, den Kram zu schreiben. Alleine schon alles wasserdicht zu kriegen ohne langatmig zu werden und trotzdem vernünftige Plothooks unter zu bringen, das war an einigen Stellen schon ein wenig knifflig. Aber ich muss sagen, ist ein nettes Buch geworden.

Aktuell werkel ich am letzten Drittel einer Kampagne, zu der ich schon das eine oder andere kryptische Wörtchen verloren habe. Sie wird einige experimentelle Elemente enthalten, die zumindest meinen Spielern große Freude gemacht haben. Ich hoffe, DSAler sind nicht dem Klischee folgend so stock-konservativ, dass sie diese Freude nicht teilen können. Inhaltlich halte ich erstmal den Ball flach, denn im Gegensatz zu Quellenbänden kann man bei Kampagnen allzu schnell was spoilern.

Zu guter Letzt, und das kann ich mit großer Freude sagen, habe ich ein Experiment gestartet. Und zwar was geschieht, wenn so oft herbei gebetete Gamedesigner (bzw. in diesem Falle Studenten des Gamedesigns) sich an einem Rollenspielprodukt versuchen. Oder anders ausgedrückt: Ich habe mich nicht entblödet meine Position an der MDH zu nutzen ein Projektseminar zu diesem Thema zu starten. Ich finde es sehr spannend zu beobachten, wie eine sehr durchmischte Gruppe (Spieler ohne Gamedesignhintergrund, Spieler mit Gamedesignerfahrung in verschiedenen Semestern und Gamedesignstudenten ganz ohne Spielerfahrung) mit dieser Herausforderung umgehen. Ich glaube es ist ein ganz schöner Schritt, alleine schon von der Denkweise her, um mit einem so flexiblen Medium wie einem einfachen Abenteuer umzugehen, das doch so ganz anders funktioniert als die meist doch recht steifen Handlungsstränge von Computerspielen. Ich bin sicher wir werden noch einiges über dieses Projekt hören.

Ach ja: Neben dem Rollenspielkrams habe ich noch eine kleine Kurzgeschichte raus gehauen für die Cyberpunk-Anthologie „Fiberglasträume“. Wird wohl nächstes Jahr raus kommen.

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5 Antworten zu Was vom Tage… also… vom Jahr übrig blieb

  1. flippah schreibt:

    wird es eine Möglichkeit geben, die von deinen Studenten erstellten Abenteuer anzuschauen?

  2. TheClone schreibt:

    Auf Ergebnisse und Berichte des Experiments bin ich SEHR gespannt.

  3. greifenklaue schreibt:

    @Fiberglasträume: Da freu ich mich auch schon drauf!

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