Aktualisierte Publikationsliste

So, ich hab mal meine Publikationsliste aktualisiert. Da ist in den letzten beiden Jahren ja doch einiges dazu gekommen, davon alleine drei Monographien.

Publikationsliste:

Das Schwarze Auge
Familienbande (2012)
Auf gemeinsamen Pfaden (2012)
Die reisende Kaiserin (2013)
Firuns Flüstern (2014)
Orden und Bündnisse (2014)
DSA5 Beta-Regelwerk (2014)

Shadowrun
Mensch und Maschine ( 2000)
Arsenal 2060 (2000)
Rigger 3.01d (2001)
Deutschland in den Schatten 2 (2001)
State of The Art 2063.01d (2003)
Survival of the Fittest (2003) (Bodenpläne)
Schockwellen (2003) (Bodenpläne und NSCs)
Brennpunkt: ADL (Redaktion, 2004)
München Noir (Redaktion, 2006)
Schattenstädte (2006)
Rhein-Ruhr-Plex (2011)

Artikel
“Cyberpiraten – Freibeuterei in der Welt von Uebermorgen”, Nautilus 20, Nov 2003
“Der Spielzeugmacher”, Mephisto 30, Nov/Dez 2005
“Cyberpiraten”, Mephisto 35, Jan/Feb 2007
“Cyberpiraten ahoi!”, Mephisto 37, Jun/Jul/Aug 2007
“Degenesis: Jäger und Sammler”, Mephisto 39, Jan/Feb 2008
“Das Schwarze Auge: Bretter, die viel Geld bedeuten”, Mephisto 40, Mär/Apr/Mai 2008
“Das Schwarze Auge: Die Brücke”, Mephisto 41, Jun/Jul/Aug 2008
“Stuffer Shock”, Mephisto 52, Aug/Sep 2011

Fachliches
Iste sunt curie…Randnotizen zum Tafelgüterverzeichnis, in: Johannes
LAUDAGE und Yvonne LEIVERKUS (hg.), Rittertum und höfische Kultur der Stauferzeit, Köln 2006

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Tales from the Crypt: Sowas von SOTA

Nicht schön, aber selten. Das SOTA2063-Cover

Nicht schön, aber selten. Das SOTA2063-Cover

State of the Art 2063. Es gibt so Produkte, die fallen einem einfach in den Schoß. Bei der deutschen Erweiterung im SOTA63 hieß es nur “Mach mal 8 Seiten. Denk dir was aus.” Keine weiteren Maßgaben, keine inhaltlichen Wünsche. Also ein Freifahrschein für allerlei Unfug, und sowas sollte man als Autor einfach dankend annehmen.

Aber erstmal zum Produkt selbst: Wenn alle relevanten Themen für neuen Crunch abgeerntet und die Bücher für Wummen, Karren, Chrome und Zauberzeugs durch sind, dann wird die Luft irgendwann dünn. Andererseits verkauft sich Crunch wie geschnitten Brot (was man von manchen Abenteuern nicht wirklich behaupten kann), also braucht man eine gute Ausrede für noch mehr Crunch. Meistens gibt es nicht genug Material, um ein komplettes Buch zu einem einzelnen Thema zu füllen, also kippt man zusammen, was man hat, packt aktualisierten Hintergrund mit drauf und nennt es SOTA. Gut, mittlerweile reicht es, die einzelnen Brocken als 10-Seiten-PDF raus zu treten, um sie dann in einer Sammelversion nochmal durchzulöten, aber die Option war 2003 noch nicht im Markt angekommen.

Ich habe die ganze Sache für zwei Themen genutzt: Einbruch und Medien. Das Thema Medien war von Seiten der amerikanischen Texte vorgegeben, und es war jetzt kein Zauberwerk, sich deutsche Filme, Dokus, Serien und Fernsehpreise auszudenken, und dazu noch eine ganze Reihe angesagter Clubs, quer über die ADL verstreut. Mein persönlicher Liebling bleibt das Black Sun in Wuppertal, auch weil ich das Wuppertaler Setting sehr mag.
Beim Thema Einbruch spielte mir in die Hände, dass ich eh grade einen passenden Ki-Adepten zusammen geschraubt hatte, der dringend ein paar absolut offizielle und kanonische Spielzeuge brauchte. Da kam dann eins zum anderen, und das waren zwei. Mission-Impossible-Gummimasken, Bodysuits, Magschlosskartenkopierer und allerlei andere Gimmicks, die wie die Faust aufs Auge passten, haben das Kapitel dann rubbeldiekatz gefüllt. Solche Special-Effects-Einbrecher hatten jedoch, wie sich im Spiel herausstellte, einige Nachteile. Wenn alles glatt ging, war es für alle anderen langweilig, und wenns in die Fritten ging, war die Kavallerie so weit weg, dass man meist aufgeschmissen war.

Alles in allem war es ein riesen Spaß die Seiten mit einem Sammelsurium von Ideen zu füllen. Ich glaub so schnell war ich noch nie vorher mit 44000 Zeichen fertig geworden, und ich les es auch bis heute noch gern mal.

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Wenn ich PP&P-Redakteur wäre…

Noch herrscht Ruhe im Plüschtierreich (von Tim Schulz)

Noch herrscht Ruhe im Plüschtierreich
(Bild von Tim Schulz)

Was wäre… wenn ich PP&P-Redakteur wäre?

Erstmal wäre es Zeit für einen ordentlichen Produktplan. Und der sähe so aus:

Bears & Barbies Next: Eine neue Regeledition für ein schnelles, actiongeladenes Spiel mit der optionalen Verwendung von Plüschtieren zur Live-Darstellung von Konflikten und Herausforderungen.

Life in Plastic: Der neue Hintergrundband zu Barbies, Ponys und den anderen Schrecknissen, die in Mädchenzimmern lauern. Selbstverständlich mit Regeln, um eigene Barbiekampagnen zu spielen, auch wenn die “dunkle Seite” bei manchen Puristen möglicherweise auf Ablehnung stößt. Inklusive Schadenswerten für Glitter, billigen Lippenstift und rosa Kaugummi und Regelungen für Frisur- und Anziehsachenschäden bei Barbies.

Deep down below your Bed: Die Dungeonerweiterung mit allerlei Gefahren und Monstrositäten, die unter Betten, in Zwischenwänden und in Kellerräumen lauern. Von Spinnen über Ratten und streunenden Katzen bis hin zu bizarren Kulten längst vergessener Spielzeuge, die sich aus den modrigen Pappkisten im Keller befreien konnten und ein Teil der kellerseitigen Schattenwelt geworden sind.

Danach natürlich noch eine Reihe Abenteuer:

Nuclear Power Bear: Ein russischer Spionagesatellit stürzt unter ungeklärten Umständen ab und verglüht in der Atmosphäre… bis auf ein letztes, strahlendes Bauteil, das mit einem dumpfen “Ploff” auf dem Fensterbrett landet. Die Geschichte gerät außer Kontrolle, als ein argloser Stoffelefant seinem Teddybärkumpel Arnie das Bauteil als Ersatz für eine Batterie in den pelzigen Wanst steckt. Mit der Macht des Atoms wird aus Arnie, dem Knuddelbär, Arnie, der Nuclear Power Bear!

Blood in the Toy Store: Kurz vor Weihnachten ist mit Ruhe und Frieden im Spielzeugparadies vorbei. Immer mehr Pokemon überfluten den Laden. Handelt es sich nur um einen neuen Trend im Spielzeugladen? Oder ist dies die erste Stufe einer japanischen Invasion, die die totale Unterwerfung des Ladens zum Ziel hat?  Und auf welche Seite werden sich die Transformer schlagen?

Rise of Knuddeldulu: In den dunkelsten Tiefen des Flurschranks schläft Knuddeldulu seinen ewigen Schlaf… bis er von einer Gruppe allzu neugieriger Barbies entdeckt wird. Ein finsterer Kult breitet sich im Mädchenzimmer aus, und das Verschwinden vom Hoppelhasen mag kein Zufall sein. Werden seine Freunde ihn retten können, bevor er zum Ruhm des großen Alten geopfert wird? Und werden sie sein Erwachen verhindern können?

Power, Plüsch, Plunder & Porn: Die nur in Schnapsläden in einer braunen Papiertüte verkaufte Ab-18-Kampagne zeigt, warum der Stoffelefant so einen langen Rüssel hat, und warum sich der Teddydoktor nachts zu den Barbies schleicht. Mit expliziten Illustrationen und einem schlüpfrigen, aber anspruchsvollen Plot.

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Dr. Axel Stoll ist tot

Die Hohlwelt nach "The Goddess of Atvatabar (1892)"

Die Hohlwelt nach “The Goddess of Atvatabar”

Am 28. Juli 2014 verstarb Dr. Stoll mit 65 Jahren in seiner Wohnung in Berlin. Promovierter Geologe, Verschwörungstheoretiker, Gründer des Neuschwabendlandforums. (Quelle: Ruhrbarone)

An diesem Punkt dürfte, allein schon angesichts seiner politischen Ansichten, kein “Aber” folgen. Doch da müssen wir jetzt durch.
Zugegeben, ich kannte Axel Stoll nur über einige seiner Videos, aber auf eine perfide Art und Weise habe ich ihn und seine Ideen ins Herz geschlossen. Er verflocht abstruse Verschwörungstheorien mit einer Leichtigkeit, dass einem Hören und Sehen verging. Seine Art scheinbar mühelos die Welt zu erklären und die ganz großen Bögen zu spannen, war ein Ansporn für jeden, der selbst Welten formt und erschafft. Sicher ist sein Werk, wenn auch unfreiwillig, ein Teil des Fundamentes von Iron Sky geworden. Er war ein Beispiel dafür, wie Irrsinn und Kreativität Hand in Hand gehen konnten, und auf dem besten Wege ein Teil der Popkultur zu werden.
Von daher möchte ich hiermit mein ehrliches Bedauern über das Ableben von Doktor Axel Stoll ausdrücken.

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Ratcon: Workshopempfehlungen

RatconBei der Ratcon eingespannt zu sein, hat den unbedeutenden Nachteil, dass man selbst kaum das Programm genießen kann. Das wird wohl auch bedeuten, dass ich mir einige der interessanten Workshops nicht ansehen kann. Ich hab mal meine Favoriten rausgesucht. Da ich mir aus Lesungen nichts mache, tauchen dabei keine auf. Aber ich werde der Fairness halber eine Liste aller Workshops und Lesungen anhängen.

Ganz vorn mit dabei: “Was kostet ein Buch” von Michael Mingers (Raum B, Sonntag, 11:00 Uhr). Klingt trivial, aber wenn ich mir beliebige Diskussionen anschaue über Preise, Autorenbezahlung und warum Kommerz <Hobby hier einfügen> kaputt macht, ist das definitiv eine spannende Sache. Da kursiert ansonsten immer mal wieder erstaunlich kruder Unfug.

Auch sehr nett, gerade auch in der Sherlock-Welle: “CSI Victoriana” von Ulrike Pelchen(Raum B, Samstag, 14:00 Uhr). Forensik für Gaslight quasi. Kann man aber der Natur der Sache folgend auch ganz gut für Kuddeldu verwenden.

Immer empfehlenswert sind natürlich die Workshops von Robert Vogel. Mit “50 Jahre DOCTOR WHO” (Raum B, Sonntag, 16:00 Uhr) und “Witziges und Kurioses zum STAR WARS-Phänomen” (Raum B, Samstag, 20:00 Uhr) bringt er mal wieder sehr unterhaltsame Sachen an den Start.

Zu guter Letzt würde ich mich gern mal in “Publizieren bei Ulisses Spiele” von Michael Mingers  (Raum A, Freitag, 20:00 Uhr)  rein setzen, nur um mal zu schauen, was ich alles falsch gemacht habe.

 

Programmübersicht RatCon 2014:

Freitag
Die Mini-Malwerkstatt (Raum Foyer / Ulisses-Stand, ab 19:00 Uhr)
Aranien und die Tulamidenlande nach Schleierfall (Raum A, 19:00 Uhr)
Splittermond: Die Welt (Raum B, 19:00 Uhr)
Schlachteplatte mit Torsten Low (Raum B, 20:00 Uhr)
Publizieren bei Ulisses Spiele (Raum A, 20:00 Uhr)
Charaktererschaffung im Pathfinder Rollenspiel (Raum B, 21:00 Uhr)

Samstag
Die Mini-Malwerkstatt (Raum Foyer / Ulisses-Stand, ab 10:00 Uhr)
Buch der Dunklen Künste – Die Magie und Zaubertraditionen Rakshazars (Raum B, 11:00 Uhr)
Die Geister des Landes – Gesichtslos (Raum A, 12:00 Uhr)
Die AMIZARAS-Chronik – Making-of-Lesung (Raum B, 12:00 Uhr)
Blickpunkt DSA5-Beta (Raum A, 13:00 Uhr)
Lesung : Dunkellicht (Raum B, 13:00 Uhr)
Aventurisches Kartenwerk (Cafeteria, 14:00 Uhr)
CSI Victoriana (Raum B, 14:00 Uhr)
Eis und Dampf – Steampunk-Lesung (Raum B, 15:00 Uhr)
Heraldik, aventurische Wappenkunde (Raum A, 16:00 Uhr)
Produktvorschau Non-DSA (Raum B, 16:00 Uhr)
Drachengrafen Signierstunde (Foyer / Ulisses-Stand, 16:30 Uhr)
Abenteuerdesign (Raum A, 17:00 Uhr)
Lesung aus dem Buch ‘Dorn’ (Raum B, 17:00 Uhr)
Blickpunkt Svelltland und die Orks (Raum B, 18:00 Uhr)
Kurzgeschichten (Raum B, 19:00 Uhr)
Blickpunkt Splitterdämmerung (Raum A, 19:00 Uhr)
Aufhänger & Antagonisten (Raum A, 20:00 Uhr)
Witziges und Kurioses zum STAR WARS-Phänomen (Raum B, 20:00 Uhr)
Splittermond: Die Regeln (Raum B, 21:00 Uhr)
ANNO SALAVTIO 423 – Der gefallene Prophet (Raum B, 22:00 Uhr)

Sonntag
Die Mini-Malwerkstatt (Foyer / Ulisses-Stand, 10:00 Uhr)
Myranor – Die Zukunft des Güldenlandes (Raum B, 10:00 Uhr)
Was kostet ein Buch? (Raum B, 11:00 Uhr)
Geheimnisvolle Orte mit Torsten Low (Raum B, 12:00 Uhr)
Zweimal Hölle und zurück (Raum A, 12:00 Uhr)
Fleischträume und Die Chroniken von Tilmun (Raum B, 13:00 Uhr)
Frag die Redaktion (Raum A, 13:00 Uhr)
Die Rückkehr der Vako (Raum B, 14:00 Uhr)
Aventurien – The Next Big Thing? (Raum A, 14:00 Uhr)
Videoübertragung zum Film ‘Soul of the Dragon’ (Raum B, 15:00 Uhr)
50 Jahre DOCTOR WHO (Raum B, 16:00 Uhr)
Blickpunkt Beta: Magie (Raum A, 16:00 Uhr)

Nachtrag:

Hier gehts zum Programmheft.

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RatCon: Arbeit, Arbeit

Ratcon
Die RatCon 2014 naht!

Von Freitag bis Sonntag wird in der Stadthalle Unna wieder gezockt, bis die Hütte qualmt. Ich geh nun schon seit… tja, so genau weiß ich das gar nicht. Ungefähr seit 15 Jahren besuche ich die Ratcon, und jede war den Besuch wert. Es wurde bis zum Zusammenbruch geleitet (alleine zwei Multiuserruns in drei Tagen (von Freitag Abend bis Samstag Nachmitttag und dann nochmal den kompletten Sonntag), Workshopmarathons abgehalten (mein persönlicher Rekord liegt bei 6 Stunden am Stück) und natürlich jede Menge Blödsinn getrieben. Stichworte hier sind “Der ist eben büscheln”, “Das ist alles Inplay” und “Ich hab Crazy die Hand geschüttelt!!!”
Dieses Jahr werde ich mich hauptsächlich auf Workshops konzentrieren. Entsprechend oft kann man mich in Workshopraum A antreffen. Die Workshops wären:

Blickpunkt DSA5-Beta (Raum A, Samstag, 13:00 Uhr)
Wir haben einen Slot von drei Stunden frei gehalten, damit Alex und meinereiner die Beta mit den Besuchern durchsprechen können. Wird sicher sehr spannend. Ich hoffe, dass das nicht zu oft in Mikromanagement und “Mein Charakter hat aber…” abrutscht.

Abenteuerdesign (Raum A, Samstag, 17:00 Uhr)
Eins meiner Steckenpferde. Wird wohl eine Mischung aus Theorie und Praxis, mit Einbeziehung des Publikums.

Aufhänger & Antagonisten (Raum A, Samstag, 20:00 Uhr)
Ein gutes Abenteuer hängt ziemlich am Aufhänger. Ein lamer Start macht einem das Leben als SL echt schwer. Ein gut gemachter Dr. Evil gibt der Sache wiederum ordentlich Pfeffer. Ich werde versuchen nicht zu viele Überschneidungen zu dem Abenteuerdesign-Workshop zu produzieren.

Frag die Redaktion (Raum A, Sonntag, 13:00 Uhr)
Ich hoffe ich krieg das zeitlich hin. Zugegebenermaßen habe ich keine Ahnung, wo da die Reise hin geht, aber ich vermute, das ist auch genau der Zweck der Übung. Meine Redaktionskollegen werden schon wissen, was sie da tun.

Blickpunkt Beta: Magie (Raum A, Sonntag, 16:00 Uhr)
Eine Detailbesprechung der Magieregeln, zusammen mit Alex. Magieregeln sind immer so eine ganz eigene Nummer.

Wenn man dann noch die diversen Gespräche am Rande mitnimmt, ist die Chance ziemlich groß, dass ich am Montag wieder mal mit Messe-Pest gesegnet bin. Aber das gehört halt dazu.

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Die Mutter der reisenden Kaiserin

Die reisende Kaiserin

Die reisende Kaiserin

Manchmal ergeben sich einfach Chancen, die genutzt werden wollen. Das war auf eine ganz besondere Art und Weise auch bei Die reisende Kaiserin der Fall. Im Jahre 2010 habe ich meine Magisterarbeit abgegeben, und wie das als Student so ist, war ich da schon ziemlich stolz drauf. Einen Überblick über die organisatorischen Strukturen hinter dem Reisekönigtum der Staufer, von Transportkapazitäten und Unterbringung, Nahrungs- und Futtermittelbedarf bis zu den Personen am Hof zu erschaffen, aus einer Distanz von 800 Jahren heraus, das war jede Menge Arbeit und gleichzeitig ungemein spannend.

Solche Arbeiten landen dann meist im Regal, und abgesehen von den Prüfern und vielleicht den Eltern bekommt so etwas kaum jemand zu sehen. Das war in diesem Falle anders.

Mit dem Ende des Jahr des Feuers wurde in Aventurien das Reisekaisertum eingeführt. Das Thema wurde nicht weiter aufgegriffen, also habe ich meinen Hut dazu in den Ring geworfen. Die Zielsetzung dabei war recht simpel: Die Organisation des Hofes von Friedrich Barbarossa funktionierte offenkundig, also lag es nahe, diese Strukturen zu übernehmen. Die irdische Recherche war entsprechend einfach, es war ja bereits alles wichtige in der Magisterarbeit gesammelt. Die aventurische Recherche wiederum war aufwendig, gerade was die Personen und ihre politischen Positionen anging. Die Herausforderung lag also darin, historische Kontexte mit dem aventurischen Hintergrund so zu verschmelzen, dass sich das Endprodukt schlüssig in die Welt Aventuriens einpasste, und zwar in einer Form, die ein unterhaltsames, funktionales Produkt mit hoher Spielrelevanz ermöglicht.

Damit nun auch der historische Hintergrundteil von Die reisende Kaiserin in Augenschein genommen werden kann (der aventurische dürfte ja vielen hier schon bekannt sein), hier die Magisterarbeit, die unter dem Arbeitstitel “Barbarossa auf Reisen” entstanden ist:

Logistik und Versorgung des reisenden Hofes der Stauferzeit

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